Tuesday, 9 March 2010

Wärmebrücken Informationsseminar 5.5.2010 Wien - Berechnung von Wärmebrücken und Dampfdiffusion mit AnTherm und Zusammenhang mit PHPP bzw. Energieausweis

Die Bedeutung von Wärmebrücken im Bauwesen ist nach wie vor stark im Steigen begriffen. Im Neubau kommt aufgrund der zunehmend ausgeführten Niedrigenergiebauweisen der wärmetechnischen Optimierung von Bauteilanschlüssen besondere Bedeutung zu. Bei Passivhäusern ist die Vermeidung von Wärmebrücken zu einem beherrschenden Thema geworden. In der Althaussanierung kann das Ziel hoher Heizenergieeinsparung deutlich verfehlt werden, wenn dem Themenkreis mehrdimensionaler Wärmeleitung im Bereich von Wärmebrücken zu wenig Beachtung geschenkt wird.

Die detaillierte Berücksichtigung von Wärmebrücken bei der Passivhausprojektierung oder Energieausweis- bzw. Energiepass-Erstellung muss kein komplexes noch aufwendiges Thema sein!

Für die Interessenten, Informationsgierige und für Alle, welche sich das Bild über die aktuellen Möglichkeiten der Softwaresimulation und Kalkulation machen wollen wird in Wien die InformationsveranstaltungBerechnung von Wärmebrücken und Dampfdiffusion in 3D u. 2D mit AnTherm“ abgehalten, zur Teilnahme an welcher Sie hiermit eingeladen sind.
 
Themen:
  • Wärmebrücken, Feuchte, Dampfdiffusion
  • Berechnung von Wärmebrückenkennzahlen und Visualisierung des Wärmetransports mit der Simulationssoftware AnTherm
  • Risikoabschätzung der Kondensatbildung im Bauteilinneren durch Dampfdiffusionssimulation mit AnTherm
  • Stationäre und Instationäre (dynamische, harmonische, periodische) Berechnungen
  • Detaillierte Berücksichtigung von Wärmebrücken im PHPP bzw. Energieausweis/Energiepass
 

Friday, 5 March 2010

Konzept der harmonischen thermischen Leitwerte

Das Konzept der harmonischen thermischen Leitwerte wird verwendet, um die in den Bauteilen eines Gebäudes mehrdimensional ablaufenden Wärmeleitungsvorgänge unter Berücksichtigung der Wärmespeicherung zu beschreiben. Der Entwurf eines thermischen Netzwerkes führt auf ein leicht überschaubares Konzept für mehrdimensional arbeitende Programme zur Simulation des thermischen Verhaltens von Gebäuden.

Die Bedeutung dieses Konzeptes läßt sich leichter fassen, wenn die Gesamtheit der Innen- und Außenräume als thermisches Netzwerk interpretiert wird.
Das Konzept der thermischen Leitwerte fußt auf der Linearität der Wärmeleitungsgleichung. Diese Linearität ist nur dann gegeben, wenn angenommen wird, daß die Wärmeleitfähigkeit, die spezifische Wärmekapazität und die Massendichte aller im Gebäude vorkommender Baumaterialien konstante, von der Temperatur unabhängige Werte haben. Für die Mehrzahl der im Planungsprozeß anstehenden Fragestellungen sind diese Annahmen sicherlich zulässig.

Das Konzept der thermischen Leitwerte ist bestens geeignet, die Transmissionswärmeströme im Gebäude zu beschreiben. Aufgrund der einfachen, linearen Beziehungen ist dieses Konzept im stationären Fall sogar der Handrechnung zugänglich. Hierbei ist jedoch anzumerken, daß die thermischen Leitwerte, die unter Berücksichtigung mehrdimensional ablaufender Wärmeleitungsvorgänge zu ermitteln sind, nur mittels Einsatz eines geeigneten “Wärmebrückenprogrammes” berechnet werden können.

Grundsätzlich ist es möglich, ein Gebäude mit all´ seinen Innenräumen mit einem geeigneten Wärmebrückenprogramm zu modellieren. Ergebnis einer solchen Berechnung ist direkt die Leitwertmatrix. Derzeit ist die Modellierung und Durchrechnung eines ganzen Gebäudes nur in Ausnahmefällen unter Zugriff auf besonders leistungsfähige Wärmebrückenprogramme möglich. Im Normalfall werden die Elemente der Leitwertmatrix durch Berechnung und anschließende Summation von Teilleitwerten errechnet. Das Gebäude wird hierzu fiktiv in Teilbereiche zerlegt, für die jeweils die Matrizen der Teilleitwerte errechnet werden. Hierbei muß darauf Bedacht genommen werden, daß die fiktiven Schnittebenen in Bereiche des Gebäudes gelegt werden, für die in guter Näherung das Vorliegen eindimensionaler Wärmeleitung angenommen werden kann. In der internationalen Norm EN ISO 10211 wird diese Art der Berechnung der Leitwertmatrix “direktes Verfahren” genannt.

Das Leitwert-Konzept läßt sich auf instationäre, periodisch eingeschwungene Vorgänge verallgemeinern. Der Leitwert ist komplexwertig und wird harmonischer thermischer Leitwert genannt.
Es entsteht somit für jede Harmonische ein Gleichungssystem mit komplexwertigen Koeffizienten, dessen Lösung – je nach Fragestellung – entweder zu den komplexen Amplituden der Raumlufttemperatur oder zu den komplexen Amplituden der im Raum aufzubringenden Heiz- oder Kühlleistung führt.

Das Verwenden des periodisch eingeschwungenen Ansatzes hat den Vorteil, daß für jede zu berücksichtigende Harmonische lediglich ein Gleichungssystem aufzustellen und zu lösen ist. Da die Gleichungen zeitfrei sind, werden Fehler, wie sie bei anderen Lösungsmethoden durch zeitliche Diskretisierung entstehen, vermieden.

Eine dreidimensionale, instationäre thermische Simulation wird dann benötigt, wenn der Wärmetransport mehrdimensional abläuft und zudem zu erwarten ist, daß Wärmespeicherfähigkeitseffekte das Berechnungsergebnis maßgeblich beeinflussen werden. Die Mehrdimensionalität des Wärmeflusses durch die Bauteile eines Gebäudes ist generell gegeben; eindimensionale Wärmeleitung ist im Bauwesen eine seltene Ausnahme und nicht die Regel.

Wärmespeicherfähigkeitseffekte spielen bekanntlich bei Sommertauglichkeitsuntersuchungen eine große Rolle. Es ist daher naheliegend anzunehmen, daß die dreidimensionale thermische Simulation die Planungssicherheit in Hinblick auf das Sommerverhalten von Räumen und Gebäuden zu erhöhen geeignet ist.

Normalerweise spielen Wärmespeicherfähigkeitseffekte bei der Berechnung des Heizwärmebedarfes von Gebäuden nur eine untergeordnete Rolle. Erst wenn die Wärmespeicherfähigkeit der Bauteile des Gebäudes sehr groß wird, ist zu erwarten, daß die dreidimensional instationäre Berechnung deutlich andere Ergebnisse liefern wird als die übliche Art der Simulation, in der Wärmebrücken lediglich über die Einführung stationärer Korrekturfaktoren berücksichtigt werden. Beispiele, für die eine dreidimensionale instationäre Modellierung notwendig sein wird, sind Altbauten mit sehr dicken, massiven Mauern, Kirchen, Schutzbauten, etc. . Eine dreidimensional instationäre Modellierung ist zudem generell bei Fragestellungen angezeigt, bei denen der Wärmedurchgang durch den Erdboden eine wesentliche Rolle spielt.

Zitiert aus "Zur dreidimensionalen Simulation des thermischen Verhaltens von Gebäuden" von Klaus Kreč - zum nachlesen auf http://antherm.eu/ unter http://hilfe.antherm.eu/Theory/TheoretischeGrundlagen.htm

Thursday, 4 March 2010

ANTHERM.EU website up and running

As of today the AnTherm's website http://antherm.eu/ (also http://www.antherm.eu/ ) is up and available to guests.
Thermal Bridging Simulation Program's help and documentation is available via following URLs:
Enjoy & Understand!

Friday, 15 January 2010

Instationäre, harmonische Wärmebrücken Berechnungen in AnTherm

In Kürze wird AnTherm mit einer neuen, instationären Option verfügbar. Diese erlaubt dynamische und direkte Berechnung der harmonischen Leitwerte und Phasenverschiebung (periodische Berechnung). Da diese charakteristischen Größen ohne Eingabe von jeglichen Randbedingungen berechnet werden wird die Wärmebrückenanalyse wesentlich vereinfacht und beschleunigt.


Die Verfügbarkeit der Option HARMONIC ist für Februar 2010 geplant.

Diese neue Ausgabe des Programms wird AnTherm in die nächste Entwicklungsstufe bringen - es wird zum einzigartigen Werkzeug zur Stationären und Dynamischen dreidimensionalen Simulation für Bauphysiker und Gebäudeplaner.

Transient thermal bridge calculation in AnTherm

As of today AnTherm will be available with transient (periodic, harmonic) calculation of thermal bridge indicators soon. The new release, calculating dynamic harmonic thermal conductance and phase shift will be released soon. These characteristic harmonic indicators are calculated without any need of boundary conditions thus simplifying the process of thermal bridge analysis significantly.


GA availability of HARMONIC option is expected by February 2010.

This new release will shift AnTherm to the next level and make it the only tool available for direct stationary and transient state 3D calculations to civil engineering and building experts on supported platform.

Tuesday, 5 January 2010

New AnTherm 4.81 deploys Hedgehog (Arrows) and Image Underlay features

As of today the new version of AnTherm 4.81 has been made available to the public.

In addition to the well known and extremely powerfull simulaiton and visualization features (see earlier posts and the website http://www.kornicki.com/) the new version now adds ability to
  • include image underlay supporting data input and
  • visualize hedgehog showing vector field as arrows or cones following the heat or vapour stream
enjoy & understand AnTherm!

Sunday, 27 December 2009

Berechnung von Ψ-Werten (Psi) im 3-Raum-Fall; Spezialfall: unbeheizte Pufferräume

Die Problematik wird im Zusammenhang mit den bodenberührten Bauteilen behandelt (unbeheizter Kellerraum) und das Thema ist nun ganz allgemein abgearbeitet. Aus mehreren Anfragen zeigt sich, dass die Problematik schnell zur Konfusion und zur (unsinnigen) physikalischen Interpretation von psi-Werten (ver)führt.

Im allgemeinen Fall von 3 Räumen mit beliebig vorgebbaren Temperaturen wird u.U. das ψ-Wert-Konzept insofern fragwürdig, als ψ zu einer Funktion der Temperaturen Ti, Te und Tp (unbeheizter Pufferraum) wird. Der große Vorteil des Arbeitens mit Größen, die von den Randbedingungen (d. h. den Lufttemperaturen) unabhängig sind, geht hier verloren!

Als Ergebnis dieser Untersuchung stellt sich heraus, dass das indirekte Verfahren („Psi-Wert-Konzept“) dann und nur dann auf einen 3-Raum-Fall in sinnvoller Art angewendet werden kann, wenn:
  • einer der drei Räume unbeheizt ist und
  • die Innenwärmen in diesem unbeheizten Raum entweder vernachlässigt oder mit den Lüftungswärmeverlusten gleich gesetzt werden können.
Klicken Sie hier um zu dem Aufsatz zu gelangen...
Siehe auch: Theoretische Grundlagen